Ausgabe 
16.6.1967
 
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Großbritannien läßt die Einfuhr von Landeswährung bei der Einreise ohne jede Begrenzung zu. Bei der Ausreise aus Großbritannien dürfen aber je Person höchstens 25 Pfund mitgeführt werden.

Nach Italien dürfen bei der Einreise Noten und Münzen in der Landeswährung in unbeschränkter Höhe mitge­nommen werden. Bei der Ausreise ist der Betrag auf 50 000 Lire begrenzt.

Jugoslawien läßt die Einfuhr von Noten und Münzen in der Landeswährung ( neuer Dinar und bis auf weiteres auch noch alter Dinar ) bis zum Wert von 100 neuen Dinaren, bei der Ausreise bis zum Wert von 50 neuen Dinaren zu, jedoch jeweils nur in einer Stückelung bis zu 10 neuen bzw. 1000 alten Dinaren.

In Österreich bestehen Beschränkungen nur für die Aus­reise, und zwar dürfen die mitgeführten Banknoten und Münzen den Höchstbetrag von 15 000 Schilling nicht überschreiten.

In Schweden ist sowohl die Einfuhr als auch die Aus - fuhr von Nöten und Münzen in der Landeswährung auf jeweils 6 000 Schweden krönen begrenzt.

Nach Spanien darf der Reisende 50 000 Peseten mit - nehmen, dagegen nur 3000 Peseten wieder ausführen.

Ungarn hat die Mitnahme von Noten und Münzen der Landeswährung für die Ein - und Ausreise jeweils auf den Betrag von 300 Ft begrenzt, wobei Noten jedoch nur in einer Stückelung von 20 Ft und darunter mit­geführt werden dürfen.

In Belgien, Frankreich, Luxemberg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal und der Schweiz ist die Mitnahme von Banknoten und Münzen in Landes- und fremder Währung bei der Ein- und Ausreise in unbeschränkter Höhe zu ge lassen.

Neben den oben behandelten Vorschriften, wieviel Geld in der jeweiligen Landeswährung ein- und ausgeführt wer­den darf, gibt es in einigen Ländern auch noch devisen - rechtliche Bestimmungen über die Mitnahme von Fremd - Währung.

Für die Einreise ist im allgemeinen keine Höchstgrenze festgelegt. Auf der Rückreise darf jedoch im Regelfall höchstens der Betrag mitgenommen werden, der bei der Einreise deklariert wurde.

Auskünfte über weitere Devisenbestimmungen für den Rei­severkehr erteilt die Volksbank.

Gemeinsame Tabakschäden bei Mann und Frau

Von Prof. Dr. med. ha bi 1. P . Be rnha r d , Fach­arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Duisburg - Hamborn.

Steil wie die Kurve des Zigarettenmehrverbrauches in

Deutschland steigt parallel die Zahl des Lungenkrebse? an. / Denn je nach der Empfindlichkeit des Menschen und der Menge des gerauchten Tabaks werden krebserregende oder krebsfördernde Stoffe inhaliert.

Die Tabakgifte werden in der sogenannten " Rauchstraße ", d.h. von den Lippen bis in die kleinsten Lungenbläschen, eingezogen und verursachen nachgewiesenermaßen an Lippen, Zunge, Kehlkopf und Bronchien häufig Krebs.

An großem Krankengut fand d.argentinische Krebsforscher Roffo Krebse an Mund und Kehlkopf zu 92 % bei starken Rauchern und beobachtete, daß Krebse der oberen Speise- und Luftwege sehr viel häufiger bei Rauchern als bei Nicht­rauchern Vorkommen.

Auch die deutschen Forscher Schairer und Schöningen be­wiesen an zuverlässigen Zahlen, daß die Raucher öfter an Lungenkrebs erkranken als Nichtraucher.

K.H. Bauer führt die Zunahme des Lungenkrebses auf die Zunahme des Tabakmißbrauches, insbesondere des Zigaret­tenrauchens zurück.

Nach Gsell ist die wichtigste Frage, die heute zur Dis - kussion steht, diejenige des Zusammenhangs von Lungenkrebs und Rauchen.

Es ist in allen zivilisierten Ländern aufgefallen, daß in den letzten drei Jahrzehnten die Zahl der Lungenkrebse stark zugenommen hat, und zwar als ausgesprochene Männerkrankheit im mittleren Alter.

Dabei ist der Lungenkrebs die einzige bösartige Geschwulst, die heute stark zunimmt.

Nach einer USA-Statistik gab es Krebstodesfälle verschiedener Lokalisation von 4, 8 auf 100.000 im Jahre 1933 und 18, 0 auf 100 000 Männer im Jahre 1948 Gsell wählte für die statistische Beurteilung die Erhebungen aus der Schweiz, die für solche Untersuchungen günstig ist, da die Luftverschmutzung, welche auch für die Lungenkrebs - entstehung verantwortlich gemacht wird, hier ausgesprochen gering ist, da die sozialen Verhältnisse ausgeglichen sind, wie auch die Ernährungslage, und da die Raucherverhältnisse gründlichst geprüft wurden.

Die Zahl der Sterbefälle an Lungenkrebs nahm in der Schweiz von 22 Fällen in den Jahren 1899 - 1902 auf 669 Fälle in den Jahren 1949 - 1952, also auf das 32fache zu.

Das männliche Geschlecht zeigt 7mal mehr Lungenkrebs als das weibliche.

Alle Zivilisationsschäden wurden geprüft, aber einzig das Zigarettenrauchen zeigte einen statistisch eindeutigen Zu­sammenhang mit den Lungenkrebsen.

Im Jahre 1954 teilte eine britische Untersuchungskommission der Regierung mit;

Es muß als feststehend betrachtet werden, daß es einen Zu­sammenhang zwischen dem Rauchen und dem Lungenkrebs gibt".

Es werden aber die Tabakgifte nicht nur mit der Atem - luft, sondern auch im Speichel aufgenommen; sie gelangen durch Schlucken des Speichels in die Speise - röhre und in den Magen; sie bringen die chronischen Rachen-, Kehlkopf- und Magenkatarrhe des Rauchers mit sich, die zu Magengeschwüren und Krebs führen können.

Den weiteren Bericht lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgabe .

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