Ausgabe 
12.5.1967
 
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1966 WIEDER WEITER GESTIEGEN!

DIE GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER NASSAUISCHEN SPARKASSE IM JAHRE 66

Das Jahr 1966 stand für die Bundesrepublik im Zeichen kon­junkturdämpfender Maßnahmen zur Sicherung der Geldwert­stabilität. Der allgemeinen Entwicklung entsprechend sah sich auch die einheimische Wirtschaft im zurückliegenden Jahr vor veränderte Wachstumsbedingungen gestellt. Die Nas- sauische Sparkasse hatte trotzdem im Berichtsjahr wieder eine erfreuliche und beständige Aufwärtsentwicklung zu verzeich­nen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 140 Millionen DM oder 10,3 °]o auf 1, 503 Milliarden DM und überschritt die 1, 5 Milliarden-Grenze.

Die Gesamteinlagen stiegen von 1, 21 Milliarden auf 1,34 Milliarden DM. Dieser Zuwachs übertraf sogar das Vorjahres­ergebnis. Von den Gesamteinlagen entfielen 82, Q°]o auf Spar­einlagen, 15 °]o auf Sichteinlagen und 2,4 °]o auf befristete Einlagen. Bereits zu Beginn des Jahres 1966 hatten die Spar­einlagen die Milliardengrenze überschritten; sie stiegen bis Jahresende auf 1,113 Milliarden'DM an.

Entsprechend dem günstigen Einlagenzuwachs hatte sich auch das Kreditgeschäft auf 848,4 Millionen DM Gesamtausleihun­gen ausgeweitet. Das bedeutete eine Steigerung von 80,1 Millionen oder 14 °]o.

Im einzelnen entfielen rd. 77 % des Kreditvolumens auf lang­fristige Ausleihungen, der Rest auf kurz- und mittelfristige Kredite, sowie durchgeleitete Darlehen und durchlaufende Kredite.Der Anteil der kurz- und mittelfristigen Ausleihungen hatte sich zu Lasten der langfristigen Ausleihungen in 1966 um 41 % erhöht.

Die annähernd 19.000 Hypothekendarlehen im Gesamtbetrag von 328 Millionen DM dienten überwiegend der Finanzierung des Wohnungsbaues und standen vielfach in Verbindung mit den von der Landesbausparkasse Hessen für den nachstelligen Beleihungsraum zur Verfügung gestellten Baudarlehen.

Die Gesamthöhe der angekauften Wechsel betrug 162, 2 Mil­lionen DM, verdoppelte sich also fast gegenüber den Um­sätzen im Jahre 1965 in Höhe von 78,1 Millionen.

Die Zahlungsbereitschaft war auch im Jahre 1966 unverändert gut. Die liquiden Mittel beliefen sich am 31.12.1966 auf rd. 522 Millionen DM; das sind rd. 40 % der Verbindlichkeiten. Ergänzend noch einige Zahlen aus den verschiedenen Dienst­leistungsgeschäften und dem organisatorischen Bereichs Durch 62.000 Kontoneueröffnungen verteilten sich die Spar­guthaben Ende 1966 auf über 600.000 Sparkassenbücher. Da­von basierten rd. 79.000 Konten auf abgeschlossenen Prämien­sparverträgen; rd. 17.000 Konten dienten zur Anlage ver­mögenswirksamer Leistungen. Das Durchschnittsguthaben je Sparkassenbuch betrug bei der Nassauischen Sparkasse DM I. 853, -- gegenüber dem Bundesdurchschnitt von nur DM 1.748,.

Die Zahl der Girokonten stieg im gleichen Zeitraum von 107 auf 112 Tausend an.

Innerhalb des Berichtsjahres wurden monatlich durchschnitt­lich rd. 434 Tausend Überweisungsaufträge ausgeführt, 367 Tausend Überweisungen auf deivKonten gutgeschrieben, 80 Tausend Scheckziehungen eingelcst und 21 Tausend Last­schriften auf den Kundenkonten verbucht. Hinzu kamen mo­natlich rd. 60 Tausend Schecks und Lastschriften auf fremde Girostellen. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum etwa 650.000 Dauerüberweisungsaufträge ausgeführt.

Im Wertpapiergeschäft wurden 1966 wiederum gute Umsätze getätigt, was unter anderem durch die 1.700 neueröffneten Wertpapierdepots bestätigt wurde.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich 1966 auf 1497 Bedienstete.

10 neue Zweigstellen wurden eröffnet, so daß die Nassau- ische Sparkasse Ende 1966 mit insgesamt 291 Niederlassungen einschließlich 19 Fahrbarer Zweigstellen mit 401 Haltestellen ihre Kundschaft überall ortsnah bedienen konnte.

1966 wieder weiter gestiegen

Unsere Geschäftsentwicklung 1966

Aktiva

1965

1966

DM

DM

Flüssige Werte

477 900 000

521 804 000

Ausgl.- u. Deckungs­forderungen

78 300 000

78 248 000

Ausleihungen

768 300 000

848 466 000

Sonst. Aktivpositionen

38 700 000

54 687 000

1 363 200 000 1 503 205 000

Passiva

1965

1966

DM

DM

Spareinlagen

988 900 000 1 112 479 000

Sonstige Einlagen

226 400 000

234 033 000

Eigenkapital und Rückstellungen

81 100 000

87 763 000

Sonst. Passivpositionen

66 800 000

68 930 000

1 363 200 000 1 503 205 000

1,1 Mrd.

Spareinlagen seit 1948 von DM 47,5 Millionen auf DM 1,112 Milliarden gestiegen.

750 Mill.

560 Mill.

327 Mill.

190 Mill.

47 Mill. 65 MilL ' ' f' . , '

Hülms ii! Pi! lilllllll llllllllll 11111 lilliil lllllllll

1948 1951 1954 1957 1960 1963 1966

124 Millionen DM oder 12,5% Spareinlagenzuwachs in 1966 45 Millionen DM Spar-Zinsgutschriften für 1966 62 Tau­send Sparkonten-Neueröffnungen im Berichtsjahr 600Tau- send Sparkassenbücher Ende 1966 112 Tausend Girokon­ten gegenüber 107 Tausend am Jahresanfang 848,5 Mil­lionen DM Gesamtausleihungen 1966, davon über 3/4 lang­fristige Kredite

Der Geschäftsbericht 1966, der die ausführliche Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung enthält, liegt demnächst für alle Interessenten bei unseren sämtlichen Niederlassun­gen aus.

NASSAUISCHE

SPARKASSE