seinen Bruder. Es gijjt viele Beispiele dafür, wie Errungenschaften Segen und Fluch, in sich vereinen. Oft liegt es am Menschen selbst,' wie er seine Entdeckungen und Erfindungen nutzt; es ist eine Frage seiner Ethik. Freilich wird'er auch nicht selten von der Lawine überrollt, die er ausgelöst hat, ohne die Folgen ahnen zu können. Forschungsergebnisse, die sich in stillen Gelehrtenstuben, in Konstruktionsbüros oder Laboratorien einstellen, lassen zunächst nicht erkenne, wie sie sich auswirken, wenn sie erst einmal in die Hände vieler gekommen sind, die sie verbreiten und auswerten.
Vielen das Leben gerettet Allgemeine Gedanken dieser Art kann man auch auf die Medikamente übertragen, die uns heute zur Verfügung stehen* Es genügt, wenn wir unseren Blick auf die Fortschritte der letzten Jahrzehnte lenken, um unseren Respekt vor der Arzneimittelforschung zu wecken.
Wir wären sehr kurzsichtig, wollten wir etwa übersehen, daß die Leistungen auf diesem Gebiet in allen Erdteilen, nicht zuletzt in Deutschland, unendlich vielen Menschen das Leben gerettet haben. Denken wir nur an die Seuchen, die in frührerer Zeit, bis etwa zur letzten Jahrhundertwende, als unausweichliches Fatum gelten mußten, wie etwa Pest, Cholera, Diphterie, Pocken, Wundstarrkrampf, Geschlechtskrankheiten und Kinderlähmung,, Diabetes, perniziöse Anämie, Gehirnhaut- oder Lungenentzündung, Tuberkulose und zahlreiche andere, früher meist hoffnungslose Krankheiten haben weithin ihre Schrecken verrieten.
Gefürchtete Komplikationen bei schweren chirurgischen Eingriffen sind selten geworden. Die Nerven- und Geisteskranken leben dank der modernen Arzneimittel in wesentlich besserer Stimmung, und Verfassung friedlich und von quälenden Anfällen befreit. Neben den Erkenntnissen der Hygiene und der Ernährungswissenschaft war es vor allem der reiche Arzneischatz, der das Leben der Menschen dank den Großtaten der medizinischen Forschung im Durchschnitt um Jahrzehnte verlängert hat, Schattenseiten des Fortschritts Das alles verdanken wir einer Unsumme von Fleiß, Intuition und peinlicher Gewissenhaftigkeit; öffentliche Forschungsstätten, wie etwa die der Universitäten, haben ebenso ihren Anteil daran wie Privatgelehrte und die großen pharmazeutischen Betriebe, die gewaltige Beträge in die Entwicklung und Prüfung von Medikamenten investieren, So kam es, daß die letzten hundert Jahre mehr neue Arzneistoffe erbrachten, als Jahrtausende zuvor.
Und seit dem letzten Krieg wiederum wurde das Fabrikations' Programm der fortschrittlichen Großbetriebe zu mehr als der Hälfte der Produkte verjüngt.
Diese rühmenswerten Errungenschaften haben jedoch auch ihre Schattenseiten, Die modernen Behandlungsmethoden greifen mehr als die frühere Zeit in die innersten Bezirke des Lebens ein. Der Chirurg kann jetzt beispielsweise am schlagenden Herzen Operationen vornehmen; der Internist hat Mittel in der Hand, mit denen er das Wechselspiel der Hormone oder die komplizierten Funktionen der Enzyme steuern kann. Unsere Medikamente sind zu einem beträchtlichen Teil stärker und vielseitiger. Es liegt auf der Hand, daß sie damit auch gefährlicher geworden sind. Mit einem einfachen Tee oder einer harmlosen Salbe konnte man kaum Schaden anrichten; wohl aber stecken in den Präparaten unserer Zeit mit ihrer oft verblüffenden durchschlagenden Heilwirkung auch Möglichkeiten, den Patienten zu schädigen.
Mehr als früher ist es daher notwendig, daß der Arzt aufgesucht wird. Er wird die Krankheit feststellen und die nötigen Medikamente bestimmen und verordnen. Wir verstehen, daß eine große Zahl von Arzneimitteln der staatlich festgesetzten Verschreibungspflicht unterworfen
ist. Ohne ärztliches Rezept darf der Apotheker solche Mittel nicht abgeben.
Damit sind wir bei dem unentbehrlichen Mittler zwischen dem Arzt und dem Arzneimittelhersteller einerseits und dem Patienten andererseits angelangt. Der Apotheker blickt in Mitteleuropa auf eine 700 jährige Tradition seines Berufes zurück. An allen Fortschritten der Therapie hat er Anteil genommen und sich der Entwicklung stets angepaßt. Zu keiner Zeit war er bloßer Verteiler von Medikamenten. Seine Aufgaben waren und sind immer durchaus eigenständiger Art,
In früheren Jahrhunderten gehörte es zu seiner Tätigkeit, die Ausgangsstoffe zubeschaffen, zu prüfen und zu lagern. Aus ihnen fertigte er nach amtlichen Vorschriften die Zwischenprodukte in seinem Laboratorium an, wie etwa Elexiere, Latwergen, Sirupe, Tinkturen uncj Linimente. Daraus entstanden dann die fertigen Arzneien, die nach Hausrezepten der Apotheke oder nach Verschreibungen der Ärzte zusammengestellt wurden.
Die handwerklichen Fähigkeiten der altehrwürdigen "Apothekerkunst" dürfen keinesfalls aussterben. Noch immer stellt der Apotheker erprobte Eigenpräparate her, die durchaus ihre Daseinsberechtigung als Mittel gegen Unpäßlichkeiten und leichte Erkrankungen besitzen. Der Apotheker hat die Arzneimittelherstellung gelernt und leistet korrekte Arbeit. Sie wird auch dann geschätzt, wenn Ärzte je nach Lage des Falles individuelle Rezepte ausschreiben, nach denen der Apotheker die Einzelarznei anfertigt. Dabei finden die neuesten Erkenntnisse der Pharmazie und Pharmakologie Berücksichtigung. Vor allem machen Augen- und Hautärzte von dieser Möglichkeit der Rezeptur oft Gebrauch. Seine Kunst muß der Apotheker insbesondere dann anwenden, wenn etwa einmal äußere Umstände die Beschaffung von Spezialitäten unmöglich machen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren hat die deutsche Apotheke gerade auf diesem Gebiet ihre Bewährungsprobe glänzend bestanden.
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