Ausgabe 
21.10.1965
 
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4. dienoch nicht geimpften Angehörigen von Impflingen.

In Montabaur findet die erste Schluckimpfung am Freitag, den 28.10. 66 in den Räumen der

Joseph-Kehrein-Schule 9. 00-12. 00 Uhr u. 15. 00-18. 00 Staatl. Gymnasium 8. 00- 9. 30 Uhr

Staatl. Aufbaugymnasium 9. 30-10, 30 Uhr statt.

' Die 2. Schluckimpfung ist am 9. 12. 66 ebenfalls freitags, und zwar zu den gleichen Zeiten und in den selben Räumlich­keiten.

Wie bereits in vergangenen Schluckimpfterminen müssen die Erziehungsberechtigten hierzu schriftlich ihre Einverständnis- erklärurg abgeben, die bei dem Impftermin unbedingt vorzu­legen ist.

Bereits ausgestellte Impfbücher sind zum Impftermin mitzu­bringen. Bei Erstimpfungen werden die Impfbücher im Ter­min neu ausgestellt.

Montabaur, denl8.0kt. 1966 Stadtverwaltung Montabaur

-als Ortspolizeibehörde- gez. Mangels Bürgermeister

Rentenzahlungen

Beim Postamt Montabaur werden die Renten für November 66 wie folgt ausgezahlt:

Versorgungsrenten: 27. Oktober 1966

Versicherungsrenten: 28. Oktober'1966

DAS KAISER-WILHELM-GYMNASIUM

Fortsetzung:

B) Die weitere Entwicklung bis zum Kriege, 1874 - 1914. Somit waren die Verhältnisse des jungen Gymnasiums geord­net, als 1874 Direktor Dr. Pähler nach Wiesbaden zur Leitung des dortigen staatlichen Gymnasiums berufen wurde. Er blieb dort bis 1894, wo er als Provinzialschulrat nach Kassel kam; von dort aus nahm er wieder engste Fühlung mit "seinem" Montabaurer Gymnasium, das er bis zu seinem 1925 erfolgten Tode fürsorglich betreute. In Montabaur folgte als Leiter des Gymnasiums Dr. Werneke, bisher Oberlehrer in Paderborn, ein echter Westfale. Er wirkte 21 1/2 Jahre an der Anstalt. Während Dr. Pähler mit großem Lehrgeschick und straffer Zucht den Schülern ein gediegenes, stets bereites Wissen und angemessene Haltung beizubringen gesucht hatte, wirkte Dr. Werneke vor allem durch väterliche Herzensgüte; deshalb ist er mehr als alle anderen Direktoren der Anstalt bei den Schü­lern in dankbarster Erinnerung geblieben. Freilich bestanden in jenen Jahren, wie anderswo, so auch in Montabaur gehei­me Schülerverbindungen, die sich hauptsächlich in Nachah­mung studentischer Trinksitter- betätigen,.

Die steigende Schülerzahl brachte auch eine Vermehrung der Lehrerstellen mit sich; 1878 sehen wir außer dem Direktor 9 wissenschaftliche Lehrer, 1 technischer Lehrer, 1 wissenschaft­licher Hilfslehrer, dazu den evangelischen Pfarrer im Neben­amt. Ebenso genügten die vorhandenen Räume schon lange

nicht mehr. Es fehlte vor allem an einem Versammlungssaal, einem Zeichensaal und einem Physikzimmer. Der seit 1884 geplante Aufbau eines 2. Stockwerkes, wofür schon lange Plä­ne ausgearbeitet waren, kam nicht zustande. Endlich 1894 beschloß die Stadt auf Anregung des Herrn Provinzialschulrates Dr. Pähler den Umbau des alten Gebäudes und Anbau eines Ostflügels für 45. 000 Mark. Dadurch wurde wenigstens eini­germaßen Luft geschaffen. 1896 waren diese Arbeiten vollen­det. Zweimal trat ein Wechsel des Schuljahres der Lage nach ein; Urspünglich reichte es von Ostern zu Ostern, 1874 wurde es auf Oktober zu Oktober verlegt, 1882 wieder zurückverlegt auf Ostern zu Ostern. Der Übergang bedeutete beide Male für die besseren Schüler einen Zeitgewinn, indem sie iii 3/4 oder 1/2 Jahr eine ganze Klassenstufe erledigten. Ostern 1896 trat Dir. Dr. Werneke, 71 Jahre alt, in den Ruhestand: Er be­hielt seinen Wohnsitz hier bis zu seinem Tode und ist auf dem hiesigen Friedhof begraben.

Es folgte als Dir. Dr. Wahle, der von Anfang anhier an der Anstalt tätig gewesen war. Auch er hat die Anstalt weiter ge­fördert. Im August 1896 feierte die Anstalt ihr 25-jähriges Be­stehen als Vollgymnasium; an 200 ehemalige Schüler bekunue- ten durch ihr Erscheinen ihre Anhänglichkeit an die alte Schu­le und die Stadt Montabaur. Damals tauchte der Gedanke an eine wohltätige Stiftung auf,die einige Jahre später, nämlich 1901 dem früheren Direktor Dr. WernekeNzu Ehren anläßlich seines 50. Doktor-Jubiläums unter dem Namen "Werneke- Stiftung" ins Leben trat, mit der Bestimmung, würdige und bedürftige Schüler zu unterstützen. Leider ist sie nach dem Kriege der Entwertung verfallen.

Als Direktor Wahle 1903 schied, um die Leitung des Gymna­siums in Fulda zu übernehmen, trat an seine Stelle am hie­sigen-Gymnasium Dr. phil. et. jur. Thamm, der die Anstalt bis Neujahr 1913, also fast 9 Jahre leitete. Auch unter ihm nahm die Anstalt an Schülerzahl und Ansehen zu. Die Sedan­feier am 2. September 1907 brachte zugleich einen Wende­punkt für den Turnbetrieb des Gymnasiums; An diesem Tage wurde die neue Turnhalle feierlich eingeweiht und ihre Ver­waltung vom Bürgermeister Sauerborn dem Direktor des Gym­nasiums durch Überreichung des Schlüssels übertragen. Bis dahin hatte das Gymnasium die Seminarturnhalle mitbenutzt. Mit diesen Feiern war auch das erste "Studienerinnerungsfest" verbunden, zu dem zahlreiche ehemalige Schüler sich ein­fanden. Hierbei wurde der bedeutsame "Verein ehemaliger Schüler des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums" gegründet, der die früheren Schüler der Anstalt sammelte und ihrer Anhäng­lichkeit an die Schule zu dauernder Bestätigung verhalf. Ein zweites Studienerinnerungsfest folge 1911. Hierbei traten die Schüler zum ersten Mal mit den schwarzen Mützen auf, die seitdem ihr Erkennungszeichen bilden; der Glanzpunkt dieses Festes aber war ein Ausflug mit Sonderzug nach Bad Ems zur Erinnerung an die vor 40 Jahren unternommene Huldigungs- Tahrt zum alten Kaiser Wilhelm I. (Die Fortsetzung dieses Berichtes werden Sie in.unserer nächsten Ausgabe lesen)

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