Ausgabe 
9.9.1966
 
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7. September: Anna, Tochter des Peter Frink, Oelmüller, in der Marau

27. September: Katharina Louise, Tochter des Adam Hölz- gen, Taglöhner

Gestorbene:

4. September: Katharina Luise Klemmer, Ehefrau, 43 Jahre alt

11. September: Anna Katharina Hilbert, Ehefrau, 54 Jahre alt 11. September: Maria Flügel, Ehefrau, 37 Jahre alt 15. September: Adam Linz, Dreher, verehelicht, 30 Jahre alt 15. September: Thersia Parbel, Tochter des Christ Parbel,

2 Jahre alt

MONTABAUR VOR 50 JAHREN

Am 17. September wurde der Betrieb der Marauer Mühle "we­gen Unzuverlässigkeit des Müllers" geschlossen.

Dem Domänenrentmeister, Domänenrat Schmidt, wurde die Verwaltung des Domänenrentamts Montabaur und der damit verbundenen Forstkasse der Oberförsterei Neuhäusel und Welsch­neudorf übertragen.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses, Bertuch, gestattet, daß, ungeachtet eines Verbots über das Bereiten von Kuchen, Zwetschenkuchen ausnahmsweise bis zum 20. Oktober ge­backen werden darf.

Der Unteroffizier stud. med. Karl Windeck, Sohn des Apo­theke nbesitzers, J. Windeck, hat auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz das Eiserne Kreuz erhalten.

MONTABAUR UND DER »DEUTSCHE BRUDERKRIEG" 1866

5. Teil

Die überwiegend katholischen Gebietsteile des Nassauer Lan­des nahmen die neue preußische Verwaltung ziemlich skeptisch auf. So meldete die Mittelrheinische Zeitung am 7. August:

"In einzelnen Gegenden circuliren auf dem Lande Gerüchte, aus denen hervorgeht, daß es immer noch Leute gibt, wel­che unserer preußischen Administration den Stempel einer bestimmten confessionellen Färbung aufdrücken möchten. Man geht sogar soweit, ihr eine entschieden antikatholische Rich­tung zuzuschreiben, mit dem erklärten Zwecke, die römisch- katholische Kirche möglichst zu unterdrücken. Dagegen gibt es wohl kein civilisirtes Land, wo die katholische Kirche ei­ne freiere und gesichertere Existenz hätte, als gerade in Preußen. Es ist daher Pflicht jedes aufrichtigen nassauischen Staatsbürgers, solchem Gebahren entgegenzutreten. "

Am 23. August wurde angeordnet, daß alle Dienststellen preußische Fahnen beschaffen mußten. Die alte nassauische Flagge durfte nur daneben, resp. unter der preußischen Fah­ne wehen.

Das in Montabaur verlegte "Wochenblatt für die Herzoglichen Ämter Montabaur, Selters und Wallmerod" änderte seinen Titel in "Amtsblatt für die Amtsbezirke Montabaur, Selters und Wallmerod".

Am 20. September trat ein preußisches Gesetz in Kraft, wonach das Königreich Hannover, das Churfürstentum Hessen, das Herzogtum Nassau und die Stadt Frankfurt mit der preu­ßischen Monaichie vereinigt wurden.

MONTABAUR IN ZAHLEN

Sicherlich erinnern Sie sich noch an die große Volkszählung vom 6. Juni 1961. Wir wollen heute einen Teil dieser Sta­tistikergebnisse veröffentlichen.

1. 231 ha der 2.014 ha großen Gemeindefläche waren zu diesem Zeitpunkt mit Wald bestanden, also mehr als 6 Zehn­tel.

Von den 6.220 Einwohnern waren 2. 949 Männer und 3.271 Frauen. Gegenüber 1939 hatte die Wohnbevölkerung Monta­baurs um 31 v. H., gegenüber 1950 um 23 v. H. zugenom- men. Die Bevölkerungsdichte betrug 309 Einwohner je qkm. Insgesamt lebten hier 959 Flüchtlinge, darunter 724 Ver­triebene. Es gab 1. 989 Privathaushalte, darunter waren 402 mit nur 1 Person. In Anstalten waren 555 Menschen unterge­bracht.

1.257 Personen der Wohnbevölkerung, also 20 v. H. , waren protestantisch, 4.891 Personen, also 79 v, H. katholisch.

Es gab 525 Kinder unter 6 Jahren, 842 waren 6 Jähre bis unter 15 Jahre alt. 287 Jugendliche waren bis unter 18 Jahre alt,

306 bis unter 21. In den "besten Jahren" zwischen 21 und 44 Jahren lebten 1. 829 Personen, zwischen 45 bis unter 65 Jah­ren 1.709 und älter waren 720.

Erwerbspersonen gab es 2. 513, das entsprach 40 v. H. der Wohnbevölkerung. 909 waren weiblichen Geschlechts. 81 Erwerbspersonen gehörten zum Bereich der Land- und Forst­wirtschaft (= 3 v. H.), darunter 44 Frauen.

Im produzierenden Gewerbe, einschließlich Baugewerbe, waren 701 Personen (= 28 v. H.), davon 162 Fraüen tätig.

Zum Bereich "Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung" gehörten 532 Erwerbstätige (21 v. H.), darunter 210 weib­liche Personen. Anderen Bereichen gehörten 1.199 Leute, darunter 493 Frauen an.

Von den Erwerbspersonen waren nach der Stellung im Beruf 383 Selbständige, 206 mithelfende Familienangehörige,

1. 095 Beamte und Angestellte, 670 Arbeiter, 159 Lehrlinge.

77 v. H. waren Abhängige. 1.473 Personen lebten von einer Rente, eigenem Vermögen oder ähnlichem.

564 Beschäftigte oder 22 v. H. der Erwerbspersonen arbeite­ten außerhalb Montabaurs, 1. 651 Personen oder 46 v. H. der in Montabaur Arbeitenden pendelten ein.

BUNDESVERKEHRSWACHT Neues, Interessantes ...

Frankreich setzt auf "Nummer Sicher" - In Frankreich wird jetzt das Thema "Sicherheit auf den Straßen" ganz groß geschrieben. Die Regierung hat soeben eine Reihe von Änderungen der Straßenverkehrs- und Polizeivorschriften beschlossen, die alle darauf abzielen, die Zahl der Unfälle zu verringern. Die neuen Bestimmungen treten stufenweise in Kraft. Sie sollen Hilfe und kein "Gericht" für die motori­sierten Verkehrsteilnehmer sein.

Zu den vom französischen Ministerrat als vordinglich angese­henen Maßnahmen gehört auch die Verbesserung der Erkenn­barkeit von Fahrzeugen bei Dunkelheit. Reflektierende Kfz- Kennzeichen, mit denen bereits freiwillig allein über 2,5 Millionen Pkw ausgerüstet sind - sollen nach und nach obli­gatorisch werden. Um nicht alle Autobesitzer zum Kauf von neuen Kennzeichen zu zwingen, wurde verordnet, daß künf­tig sämtliche erstmals in den Verkehr kommenden Wagen rückstrahlende gelbe Nummernschilder haben müssen. Ebenso müssen die Fahrzeuge reflektierende Kennzeichen erhalten, bei denen wegen Besitzer- oder Standortwechsels ohnehin ijeue Nummernschilder fällig werden.

Sie töteten, weil sie rasten. - 1964 verunglückten bei 67. 000 Verkehrsunfällen innerhalb von Ortschaften, an denen Fußgänger beteiligt waren, 4. 000 Menschen - und zwar fast ausschließlich Fußgänger, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bei 9. 000 derartigen Unfällen; die sich im gleichen Jahr außerhalb von Ortschaften ereigneten, verloren 1.746 Fußgänger ihr Leben - ein weiterer Beweis dafür, daß die Unfälle auf dem Lande folgenschwerer sind, wahrscheinlich, weil dort häufig noch schneller gefahren wird, als der Ver­kehrslage angemessen ist, meint die BUNDESVERKEHRSWACHT dazu.

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