Ausgabe 
7.4.1966
 
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Montabaur

57«* »P. 6

Alle in unserem Verlag erscheinenden Mitteilungs u. Ortsnachrichtenblätter tragen in der Gesamtheit den Haupttitel

PRIMO-NACHRICHTEN

3. JAHRGANG/56/

DONNERSTAG, DEN 7. APRIL 1966

NUMMER ljr

" OSTERN

ZAHNÄRZTLICHER SONNTAGSDIENST

(Von Dekan Breidling)

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

(Goethe)

Ja, wenn Glauben so leicht wäre. Zwar gibt es einen Glau­ben, dem die Menschen so leicht und so oft zum Opfer fal­len. Da heißt es im Fernsehen; So weiß, weißer geht es nicht. Oder; Cascade, zwingt grau raus, zwingt weiß rein. Oder; Der Duft der großen weiten Welt. Oder 4711 immer dabei. Und gleich rennen tausend Leute ins Geschäft und verlangen genau das, was sie gehört und gesehen haben.

Sie glauben den Worten, der Reklame. Denken wir an Wahl­parolen; Weniger Steuern, höhere Renten. Ein wirkliches Wun­der in Worten. Wenn es möglich wäre. Aber man fragt nicht. Man glaubt und wählt. Das Paradies auf Erden. Ganze Völker kranken an diesem Glauben und beginnen zu sterben. Man baut Mauern und Stacheldraht um dieses Paradies und schießt auf jeden, der dem Paradies entfliehen will. Aber Millionen glauben weiter, wenn Radio Moskau spricht.

* Aber wenn hinter den Worten eine Tatsache steht, wie bei der Osterbotschaft, dann fehlt der Glaube. Es ist richtig, wir

Menschen von heute haben keine Erfahrung, wir sehen nur ./Sterben. Selbst das Weizenkorn, das in die Erde gelegt wird

,J|und stirbt und neues Leben bringt, der gefällte Baum, der Ifwieder junges Grün treibt, treffen das Geheimnis von Ostern /nicht. Es war ja noch etwas da, wenn auch nur das Samen­korn, die Wurzeln, etwas Greifbares, das nicht mitgestorben ,|war. Aber daß ein welker Körper nicht für immer zur Erde zurückfällt, das ist leichter zu hoffen als zu glauben, weil sich die Angst einmischen könnte, es möchte doch ein Irrtum

des Herzens sein, das sich die Toten zurückwünscht und sel­ber nicht ausgelöscht werden will. Aber da schenkt uns Gott ein leeres Grab und am Grab die Wächter, die es ausgespro­chen haben, was sie mit eigenen Augen gesehen haben, und Zeugen, die den Auferstandenen berührt, mit ihm gegessen und getrunken haben, die ihre Finger in seine Wunden und ihre Hand in seine Seite legen durften. Nicht einen nur, 2,

12, 500 auf einmal. Keine Phantasten, einer Halluzination fähig; Nein, Kleingläubige, Ungläubige, Skeptiker. Und

plötzlich glauben sie, verkünden die Frohbotschaft; Er ist auferstanden. Sterben begeistert für diesen Glauben. Das ist Mfcmehr als bloße Worte. Das ist mehr als eigene Erfahrung.

[Das ist millionenfach bezeugte Wahrheit. Darum, ihr Chri­sten, ruft es in die Nacht des Todes, ruft es in die Finsternis [der Leiden; Christus lebt und wir werden leben. Nacht wird [Tag, Finsternis wird Licht, Tod wird Leben, ewiges Leben. [Wohl dem, der glauben darf.

[ÄRZTE - SONNTAGSDIENST

Am Freitag, dem 8. April 1966 (Karfreitag);

Dr. Heinz ZULLA, Bahnhofstr. 45. Tel. 268;

Am Sonntag/Montag, (Ostern) dem 10. /II. April 1966; Dr. Elmar BISPING, Ruppach, Telefon 560.

Freitag, dem 8.4.1966 (Karfreitag);

Zahnarzt ROSENBAUER, Nentershausen, Bergstraße 4, Telefon 352;

Zahnarzt NICKEL, Selters, Sayntalstraße 12 a, Tel. 201.

Sonntag, dem 10. April 1966;

Dr. GERHARDUS, Montabaur, Waterloostr. 6, Tel. 456 Zahnarzt KÄFFERBITZ, Hillscheid, Querstr. 6, Tel. 7694

Montag, dem 11.4.1966 (Ostermontag);

Zahnarzt VERSTEEGEN, Siershahn, Ringstr. 1, Tel. 2517 Dr. DÖHN, Höhr-Grenzhausen, Gartenstr. 10, Tel. 7298.

APOTHEKEN - DIENST

In der Woche vom 10.4. bis 16.4.1966;

AMTS - APOTHEKE, Bahnhofstraße 9, Telefon 8206.

KRANKENWAGEN

Freitag, dem 8.4.1966 (Karfreitag);

RIGOLL, Montabaur, Ruf; Montabaur 02602-777 HALBRITTER, Höhr, Ruf; Höhr 02624-7010.

Samstag/Sonntag, dem 9./10. 4. 1966;

Zentrale Montabaur, Ruf; Montabaur 02602-777 GÖRG, Herschbach, Ruf; Selters 02626-666

Montag, dem 11. 4. 1966 (Ostermontag);

RIGOLL, Montabaur, Ruf; Montabaur 02602-777 HALBRITTER, Höhr, Ruf; Höhr 02624-7010.

KIRCHLICHE NACHRICHTEN

Kath. Pfarrkirche tr St. Peter in Ketten ' 1

G o 11 e s d i e n s t o r d nun g in der Woche vom 10.4.

bis 16.4.

1966 .

Sonntag;

Ostersonntag

6.00 Uhr

Frühmesse

7. 30 Uhr

Hl. Messe

8.45 Uhr

Kindergottesdienst

10. 00 Uhr

feierliches Hochamt

11. 30 Uhr

Letzte hl. Messe

14. 30 Uhr

Feierliche Osterandacht

Montag;

Ostermontag

6.00 Uhr

Frühmesse

7. 30 Uhr

Hl. Messe

8.45 Uhr

Kindergottesdienst - 4 Wo. -Amt Kind Angelika Thome -

10. 00 Uhr

Hochamt - Amt Elisabeth Hacken­bruch von der Nachbarschaft be­

stellt -