UNSERE BUNTE SEITE
Von guten Manieren der Hunde
Über ausgesprochene Dressur wollen wir uns hier nicht unterhalten, sondern nur über gute Manieren, die man auch von einem Hund verlangen kann. Zunächst darf man feststellen, daß ein Hund, der sein Frauchen oder sein Herrchen liebt, den Willen hat, zu gehorchen. Er freut sich, wenn er gelobt wird, und ist betrübt, wenn man ihn tadelt. Der gute Erzieher nutzt das aus. Wenn man den Hund an den Befehl „Hierher“ gewöhnen will, muß man für ihn zunächst irgendeine Annehmlichkeit damit verbinden. Nach einiger Zeit wird der Hund auch ohne Belohnung richtig reagieren. Dann braucht man auf der Straße keine Angst mehr zu haben, daß die Jagdlust nach Autos den Gehorsam überwiegt. Dasselbe gilt für die Befehle „Platz“ und „Still“, die vor allem wichtig sind, um die Mitbürger vor-Belästigungen zu schützen. Wer sich beklagt, sein Hund gehorche ihm nicht, ist meist selbst daran schuld.
Werden Sie luft-, see- oder aufokrank?
Vielen Menschen bekommt das Reisen nicht. Ihnen wird sterbenseiend. Was kann man dagegen tun? — Unser Gleichgewichtsorgan im Ohr besteht aus drei halbkreisförmigen Röhrchen, die innen feine Haare tragen und mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Bei Bewegungen stellt die Flüssigkeit die Härchen in Bewegungsrichtung. Dadurch wird die Bewegung dem Gehirn gemeldet: Dieses sorgt dafür, daß wir durch Gegenbewegung im Gleichgewicht bleiben. Bei zu vielen Schwankungen nach allen Richtungen gelangen die Meldungen auch in das Brech- und das Schlafzentrum des Gehirns. Die Reisekrankheit ist da. Wird der Kopf dagegen nur in einer Richtung bewegt — zum Beispiel, wenn man ihn fest in eine Kopfstütze drückt —, dann bleibt das Unwohlsein meist aus. Sollte das nicht helfen, hält der Apotheker Tabletten für Sie bereit.
Lebendiges Wissen
* z*
ynSrLJ
,r
v ,
- 1
IVEr-.Z
nrr
Strien
Die Macht des Feuers
Das Feuer ist in die Hand des Menschen gegeben. Er kann es zur Vernichtung anwenden — oder segensreich für die Menschheit ausnützen. Er kann damit im Kriege Städte niederbrennen — oder im Frieden Aufbauarbeit leisten. In jeder Maschine, die der Kraft- und Energiegewinnung dient, ist das Feuer wirksam. Im Auto, Schiff und Flugzeug verhilft es zur raschen Fortbewegung. Im Herd hilft es uns, die Speisen zu bereiten. Im Ofen heizt es uns die Wohnung. In Kraft- und Gaswerken liefert es uns Strom und Gas. In Hochöfen gewinnt es für uns den wertvollen Stahl. In Gießereien und Schweißwerkstätten hilft es, Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge herzustellen. In der Chemie bringt es uns Medikamente und andere neue Stoffe. Das Feuer ist ein mächtiger Riese, der unser nützlicher Diener ist, solange wir ihn beherrschen.
Unbekannte Tiefsee
Die „weißen Flecke“ auf unseren Landkarten, die die noch unerforschten Gebiete bezeichnen, sind heute weitgehend verschwunden. Doch der Meeresgrund birgt noch unzählige Geheimnisse. Er ist uns weniger bekannt als die Mondoberfläche! Erst in den letzten Jahren hat sich die Meeresforschung ausgeweitet. Gewaltige Schluchten, fast zwei Kilometer tief und 350 Kilometer lang, hat man entdeckt. Die Rolle der Meeresströmungen bei der Wärmeverteilung auf der Erde wird studiert. Die Strömungen tragen die Wärme aus den tropischen Gegenden den Polen zu. Andere Strömungen fließen wieder zurück. Für die Ernährung der Menschheit werden die Meere in Zukunft sicher noch eine größere Rolle spielen als bisher. Auch Bodenschätze wie Kupfer, Nickel, Kobalt warten auf ihre Nutzung. Den Forschern bietet sich hier noch ein weites Betätigungsfeld.
Sind radioaktive Niederschläge gefährlich?
Die Atombombenversuche beunruhigen die Menschheit immer wieder wegen der radioaktiven Verseuchung der Luft. Die strahlenden Teilchen können in unmittelbarer Nähe der Explosion im Regen niedergehen, sie können aber auch durch Höhenwinde über die ganze Erde verteilt werden und langsam herunterschweben. Den ersten Fall kann man durch Wahl einer günstigen Wetterlage ausschließen. Die Gefährlichkeit des zweiten Falles hängt von der Zerfallsgeschwindigkeit der Teilchen ab. Langsam zerfallende Teilchen senden nur eine geringe Radioaktivität aus. Sie sind daher auch dem menschlichen Körper weniger gefährlich. Schnell zerfallende Teilchen haben ihre Radioaktivität bereits zum größten Teil verloren, wenn sie die Erdoberfläche erreichen. Nur Teilchen mit mittlerer Zerfallsgeschwindigkeit sind gefährlich. Vor allem sind Strontium 90 und Zäsium 137 bei ihrer Ankunft auf der Erde noch stark aktiv.
Fieber als Alarmsignal
Das Fieber ist eine nützliche Einrichtung, wenn es uns auch unangenehm erscheint. Einmal zeigt es dem Betroffenen, daß in seinem Körper etwas, nicht stimmt. Der Arzt kann schon aus dem Verlauf des Fiebers auf gewisse Krank- 7 heiten schließen. Ihn interessiert, ob das Fieber gleichmäßig hoch ist oder ob es Schwankungen unterworfen ist. Außerdem stellt das Fieber auch eine gewisse Selbsthilfe des Körpers gegen Erkrankungen dar. Die Ärzte neigen deshalb heute nicht mehr dazu, das Fieber durch Medikamente zu unterdrücken. Erst wenn sie den Eindruck haben, daß der Körper schon sehr geschwächt ist, greifen sie zu diesem Mittel. Wirklich gefährlich wird das Fieber, wenn es zu hoch ist. Bei einigen Fällen, wie Gehirn- und Herzerkrankungem, können dadurch unheilbare Schäden entstehen.

