Ausgabe 
10.3.1966
 
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einschließlich landwirtschaftl. Grundstück Müller/Roßbach, vom Wolfsturm zur Biergasse, Hospitalstraße, obere Plötz- gasse, Kirchstraße, Großer Markt, Kleiner Markt, vorderer Steinweg.

Montabaur, den 7. 3. 1966 gez. Mangels, Bürgermeister

'Volkshochschule Montabaur

Einladung!

Die Volkshochschule Montabaur veranstaltet in Verbindung mit dem Kneippverein Montabaur am

Montag, dem 14. März 1966 - um 20. 00 Uhr - in der Josef.-Kehrein-Schule einen Filmabend .

Folgende Filme werden gezeigt :

1. Ein Pfarrer hilft Millionen

2. Heilendes Wasser

3. Milch, Quelle der Gesundheit.

Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein.

Der Eintritt für Mitglieder des Kneippvereins beträgt 0,50 DM. - Nichtmitglieder 1, --DM .

gez. Kraulich, Bgm. a. D. gez. Leister, Oberstudien -

1. Vorsitzender d. Kneippvereins rat, Leiter der VHS

Civilstandsregister

der Stadt

Geborene :

I. Januar

7. "

9.

II .

13. "

18. "

15. "

20 . "

24. "

22 . "

Gestorbene : 1.Januar 4. "

8 . "

9. "

9. "

10 .

13.

15. "

Montabaur vom Monat Januar 1866

Georg, Sohn von Peter Schupp, Färber Maria, unehel. Tochter d. Johanna Krosse totgeborener Sohn v. Anton Meurer, Landmann Elisabetha, Tochter v. Franz Häuser, Seiler Anna Maria, Tochter v. Johann Kunoth,Landm. Adam, Sohn v. Johann Breidling, IJrmacher Anton, Sohn v. Heinrich Henrizi, Schuhmacher Johann Jakob August, Sohn v. Heinrich Hagelauer, Ziegelbrenner Joseph, Sohn v. Georg Pfeifer, Chausseewärter Carl. Sohn v. Jakob Strunk, Buchbinder

Johann Ringer, 56 Jahre alt Wilhelm Noller, ledig, 21 Jahre alt Peter Joseph Winter, 72 Jahre alt Maria Anna Meurer, 30 Jahre alt Peter Joseph Schwenk, 60 Jahre alt Joseph Isola, unehel. Kind , 1/2 Jahr alt Peter Kunst, 56 Jahre alt Maria Krosse, unehel. , 8 Tage alt

Copulirte :

8. Januar Jakob Intra und Margaretha Marschang

8. " Anton Emil Brandstätter und Elisabetha Braun

DIE KRIMINALPOLIZEI RÄT

Wehrt der Versuchung

Kriminalpolizeiliches Vorbeugungsprogra mm

März 1966

Schulen, Arbeitsplätze und Gemeinschaftsunterkünfte zwingen zu engem Nebeneinander.

Allzuoft locken Lohntüte, Geldbeutel und Brieftasche im öffenen Spind .

Deshalb : Spinde und Schränke verschließen, sie sind keine Selbstbedienungsläden oder Sparkassen !

In abgelegten Taschen und Kleidungsstücken verwahrt man weder Geld noch Ausweise.

Schwarze Schafe sind in jeder Gemeinschaft denkbar.

Darum :

Durch gesundes Mißtrauen der Versuchung wehren !

AUS DEM KOMMUNALEN LEBEN

Parken auf Bürgersteig bestraft

Fortsetzung aus Nr. 10 :

Daherkam das OVG zu der Feststellung, daß der Kläger durch sein ständiges verkehrswidriges Verhalten - uner­laubtes Parken - einen erheblichen Mangel an Verkehrsdis­ziplin gezeigt habe. Dieses Verhalten wiege umso schwerer, weil es sich bei dem Kläger um einen Fahrlehrer handele. Wer aber'eine solche Uneinsichtigkeit zeige, der biete kei­ne Gewähr ftafür, daß er sich in Zukunft verkehrsgerecht verhalte. Deshalb sei die Anordnung des Fahrtenbuches er- messungsfehlerfrei ergangen. ( VIII A 1010/65 ) .

Die WN haben in der letzten Zeit in mehreren Artikeln das Problem des Parkens auf Bürgersteigen aufgegriffen und auch die rechtlichen Grundlagen dargelegt. Allerdings war es bei Behörden, Stadtverwaltung, Polizei und Gericht zu einer all­gemein gepflegten Gewohnheit geworden, diesen zuständi­gen Paragraphen der StVO nicht heranzuziehen, da er nach Auffassung der Fachleute nicht mehr den Anforderungen des heutigen Massenverkehrs entsprach. So dürfte denn dieses Urteil des OVG Anlaß zu erneuten Überlegungen geben. Allerdings muß zu diesem Fall noch bemerkt werden, daß er nicht zu verallgemeinern ist, da der Fahrlehrer fortwäh­rend auf einer mit einem aufgemalten Verbotsschild verse­henen Stelle des Bürgersteigs parkte.

Wo liegt Montabaur ?

Unsinnige Frage, finden Sie nicht auch? Montabaur, Regie- rungs- und Kreisstadt, Mittelpunkt des Westerwaldes, das weiß wohl jeder. Doch hier geht es um etwas ganz anderes, nämlich um die Frage : Wo liegtMontabaur im Gradnetz unserer Erde ?

Sicherlich erinnern Sie sich noch daran, wie Sie in der Schule gelernt hatten, daß man unsere Erde in ein Gradnetz eingeteilt hat. Parallel zum Äquator laufen in je 111 km Abstand die Breitengrade. Deren Umfang beträgt am Äqua­tor 40 000 km, bei uns 25 900 km, am Pol 0 km. Vom Nordpol zum Südpol laufen, alle gleich lang, die Längen­grade. Sie heißen auch Mittagslinien, weil alle Orte des gleichen Längengrades immer zur gleichen Zeit Mittag ha­ben.

Die Breitengrade, je 90 nach Norden und-Süden, rech­nen vom Äquator aus. Die Längengrade, je 180 nach Osten und Westen, zählt man von dem Längengrad aus, der durch die Sternwarte von Greenwich bei London geht.

Um die geographische Lage eines Ortes möglichst genau bestimmen zu können, wurden die Grade noch unterteilt:

1® = 60» (Minuten ) l= 60 " ( Sekunden )

Gradminuten und -Sekunden haben übrigens nichts mit Zeit­minuten und - Sekunden zu tun.

Nimmt man eine genaue Landkarte zur Hand, so stellen wir fest : Montabaur (Schloßberg) liegt 7° 49 40 " östlicher Länge und 50° 26 25 " nördlicher

Breite,

Zur Orientierung: Der 50. Breitengrad geht durch Mainz, der 51. durch Köln. Der 7. Längengrad verläuft durch den Nürburgring, der 8. durch Diez.

Würden wir die Erde in Montabaur senkrecht durchbohren, so kämen wir an einer etwa 5 000 m tiefen Stelle des pazi­fischen Ozeans südöstlich von Neuseeland wieder heraus.

Auf der gleichen Breite wie Montabaur liegen nach Westen hin: Der Koppel ( Luftlinie 5, 5 km), Höhr-Grenzhausen (11 km) , Engers ( 20 km) , Neuwied (26 km), Laacher See (40 km), Adenau (64 km), Malmedy-Belgien (128 km) Boulogne -Frankreich (450 km), Plymouth-England(870 km).

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