Akte 
Sitzung 26. April 1995
Entstehung
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Ratsmitglied Bächer (SPD) macht zunächst grundsätzliche Ausführungen zum Be­bauungsplanverfahren. Er hebt hervor, daß einerseits das Gebot, mit dem kostbaren und nicht vermehrbaren Gut Boden möglichst sparsam umzugehen und vor allem Eingriffe in den Naturhaushalt zu minimieren, im Vordergrund stehe, während ande­rerseits dem oftmals Interessen Einzelner entgegenstehen.

Er erklärt, daß die SPD-Fraktion sich dem Verwaltungsvorschlag, in 9 Fällen die Be­denken und Anregungen zu berücksichtigen, anschließe. Dabei gehe es lediglich darum, bereits bebaute Grundstücke aus dem Bebauungsplan ohne negative Folgen im Hinblick auf die Art der Bebauung herauszunehmen. In 4 Fällen mußten die Be­denken Einzelner zurückgewiesen werden, die sich auf Reihenhausbebauung ein­schließlich Tiefgaragen, Spekulationsbefürchtungen, zu große Ausweisung von Grünflächen und Zerstörung des dörflichen Charakters bezogen. Auch hier signali­siert er die Zustimmung seiner Fraktion.

Ratsmitglied Bächer (SPD) führt weiter aus, daß es Ziel gewesen sei, in Neubauge­bieten eine bessere Ausnutzung von Grund und Boden zu erreichen. Dadurch werde auch gewährleistet, daß auf begrenzt vorhandenem Bauland mehr Wohneigentum geschaffen werden kann. Außerdem werde auch der Weg zu einem anderen Um­gang mit Energie geebnet. Gerade eine etwas dichtere Bebauung erleichtere den Zugang zu erneuerbaren Energiequellen und zu einer rationelleren Energieverwen­dung. Eine Begründung für die Zerstörung des dörflichen Charakters sehe er aller­dings nicht.

Abschließend erklärt er, daß die SPD-Fraktion insgesamt der Verwaltungsvorlage zustimmen, aber Einzelanträge zu den Textfestsetzungen stellen werde.

Ratsmitglied Schweizer (FWG) führt aus, daß die FWG-Fraktion ihre Gesamtstel­lungnahme bei der für nächste Woche terminierten Bürgerversammlung in Eigendorf abgeben werde. Er schließt sich den Ausführungen der SPD-Fraktion an. Das Ge­meininteresse gehe vor Einzelinteressen.

Ratsmitglied Manns (Bündnis 90/Die Grünen) spricht ein Lob an die Verwaltung aus, da hier einige wichtige ökologische Belange berücksichtigt wurden. Auch er schließt sich den Ausführungen von Ratsmitglied Bächer (SPD) an. Er meldet Bedenken ge­gen die Ausführungen der Verwaltung zu den Einwendungen der unteren Wasser­behörde an und moniert, daß die Stellungnahme der VG-Werke erst in der Sitzung verteilt wurde.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken nimmt nun anhand der Beschlußvorlage Druck- sache-Nr. 113/1995 (Anlage Nr. 1) die Beratung und Beschlußfassung (ohne Ratsmitglied Paul Müller, CDU) vor:

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