Ratsmitglied Bächer (SPD) macht zunächst grundsätzliche Ausführungen zum Bebauungsplanverfahren. Er hebt hervor, daß einerseits das Gebot, mit dem kostbaren und nicht vermehrbaren Gut Boden möglichst sparsam umzugehen und vor allem Eingriffe in den Naturhaushalt zu minimieren, im Vordergrund stehe, während andererseits dem oftmals Interessen Einzelner entgegenstehen.
Er erklärt, daß die SPD-Fraktion sich dem Verwaltungsvorschlag, in 9 Fällen die Bedenken und Anregungen zu berücksichtigen, anschließe. Dabei gehe es lediglich darum, bereits bebaute Grundstücke aus dem Bebauungsplan ohne negative Folgen im Hinblick auf die Art der Bebauung herauszunehmen. In 4 Fällen mußten die Bedenken Einzelner zurückgewiesen werden, die sich auf Reihenhausbebauung einschließlich Tiefgaragen, Spekulationsbefürchtungen, zu große Ausweisung von Grünflächen und Zerstörung des dörflichen Charakters bezogen. Auch hier signalisiert er die Zustimmung seiner Fraktion.
Ratsmitglied Bächer (SPD) führt weiter aus, daß es Ziel gewesen sei, in Neubaugebieten eine bessere Ausnutzung von Grund und Boden zu erreichen. Dadurch werde auch gewährleistet, daß auf begrenzt vorhandenem Bauland mehr Wohneigentum geschaffen werden kann. Außerdem werde auch der Weg zu einem anderen Umgang mit Energie geebnet. Gerade eine etwas dichtere Bebauung erleichtere den Zugang zu erneuerbaren Energiequellen und zu einer rationelleren Energieverwendung. Eine Begründung für die Zerstörung des dörflichen Charakters sehe er allerdings nicht.
Abschließend erklärt er, daß die SPD-Fraktion insgesamt der Verwaltungsvorlage zustimmen, aber Einzelanträge zu den Textfestsetzungen stellen werde.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) führt aus, daß die FWG-Fraktion ihre Gesamtstellungnahme bei der für nächste Woche terminierten Bürgerversammlung in Eigendorf abgeben werde. Er schließt sich den Ausführungen der SPD-Fraktion an. Das Gemeininteresse gehe vor Einzelinteressen.
Ratsmitglied Manns (Bündnis 90/Die Grünen) spricht ein Lob an die Verwaltung aus, da hier einige wichtige ökologische Belange berücksichtigt wurden. Auch er schließt sich den Ausführungen von Ratsmitglied Bächer (SPD) an. Er meldet Bedenken gegen die Ausführungen der Verwaltung zu den Einwendungen der unteren Wasserbehörde an und moniert, daß die Stellungnahme der VG-Werke erst in der Sitzung verteilt wurde.
Bürgermeister Dr. Possel-Dölken nimmt nun anhand der Beschlußvorlage Druck- sache-Nr. 113/1995 (Anlage Nr. 1) die Beratung und Beschlußfassung (ohne Ratsmitglied Paul Müller, CDU) vor:
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595
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