Dr. Hermann Jacoby CDU Fraktion im Stadtrat
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Anlage Nr. 4 zur Niederschrift
14.11.1992
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Die CDU Fraktion beantragt für das Gebiet der Stadt Montabaur, das unmittelbar' oder mittelbar durch die Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn betroffen wird,
1. vorbereitende Untersuchungen einzuleiten und
2. eine Entwicklungsplanung in Auftrag zu geben.
Begründung
- Die Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn Köln - Rhein-Main wird das Stadtbild von Montabaur verändern.
Die Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn verläuft durch das Stadtgebiet parallel zur A 3 bis Eschelbach, durchschneidet das Tal des Aubaches und unterquert den Himmelberg.
Schallschutzmaßnahmen im Stadtteil Eigendorf erfordern ebenso eine sorgfältige Planung wie der schwierige Kreuzungspunkt A 3, Schnellbahn, L 313 und Aubach im Stadtteil Eschelbach.
- Unabhängig von allen Planungsvarianten wird der jetzige Bahnhof Montabaur aufgegeben und zur A 3 hin verlegt werden.
- Die Stadt Montabaur fordert einen Haltepunkt im Stadtgebiet.
Das Gutachten über die Verwendung und Ablagerung von Überschußmassen sieht im Zuge der Streckenvariante "Süd" vor, zwischen Aubach und A 3 600 000 cbm Erdaushub an dem "potentiellen Standort eines ICE Bahnhofs" anzuschütten.
Die Entwicklung des Geländes um den künftigen Bahnhof erfordert eine sorgfältige Abstimmung mit den Belangen des Naturschutzes und der Landespf]ege entlang des Aubaches.
Das jetzige Bahnhofsgelände ist städtebaulich so zu entwickeln, daß es Bindeglied zwischen Altstadt und neuem Bahnhof wird.
- Das künftige Bahnhofsgelände ist an das überregionale Straßennetz anzuschließen.
Die Verknüpfung von Straße und Schiene entlang der A 3 , der B 255 , der L 313 und der* K 82 erfordert ein umfassendes Konzept
zur Lenkung künftiger Verkehrsströme und zur Schaffung von Parkraum am künftigen Standort des Bahnhofs.
Damit die Gesamtheit aller städtischen Belange rechtzeitig erfaßt und koordiniert werden können, ist ein Planungsauftrag an ein qualifiziertes Büro zu erteilen.

