Verbandsgemeindeverwaltung Vz. R./es.
5430 Montabaur, 25.09.1990
Wasserversorgung Reckenthal - Abwasserbeseitigung Aubachstraße
Reckenthal
1. Die Erneuerung der alten, Inkrustierten Gußleitungen wird kontinuierlich ln der Stadt und den Gemeinden vorgenommen, well der Ausbau des Wasserlel- tungsnetzes früher ln Gußrohr erfolgte und manchmal bei größeren Flleßge- schwlndlgkelten Rosttellchen mitgerissen werden können.
2. Seit der Übernahme der Aufgabe Wasserversorgung 1975 wird, wenn die Stadt oder eine Gemeinde den Ausbau einer Straße beabsichtigt, die alte Gußrohr- leltung ausgewechselt. Eine Praxis, die konsequent durchgehalten wird und sich erheblich von der Übung anderer Verbandsgemeinden unterscheidet, well diese nicht Immer die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung haben. Allein ln diesem Jahr werden Im Verbandsgemeindeberelch ln sechs Straßenzügen die Gußrohrleltungen ausgewechselt.
3. Als daher der Wunsch nach einer Erneuerung der Gußrohrleltung ln Reckenthal vorgetragen wurde, bestand von Selten des Werkes die gleiche Bereitschaft wie ln allen anderen Straßenzügen.
Anders war aber, daß es sich hier um eine Kreisstraße handelte und die Modalitäten über eine Abstufung dieser Straße einschließlich der Ablösebeträge zwischen Stadt und Kreis noch auszuhandeln waren.
4. Aus diesem Grunde wurde nach Ersatzmöglichkelten gesucht, wie die auftretende Rotfärbung oder der Rost Im Wasser vermieden werden kann. Bel den Beratungen des Entwurfes des Wirtschaftsplanes Im Herbst 1988 wurde zunächst die Erneuerung der Leitung vom Hochbehälter bis zum Dorfanfang besprochen und auch
die Mittel entsprechend veranschlagt. Diese Absicht wurde jedoch aufgegeben, well sich eine bessere Lösung aufzeigte. Es konnte eine Anlage Installiert werden, mit der Silikate dem Wasser zugegeben werden, um so durch die Erhöhung des PhWertes eine Bindung der Kohlensäure und eine Schutzschlchtblldung Im gesamten Leitungsnetz zu erreichen. Die Installierung dieser Anlage ln Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat zu einer erheblichen Verbesserung geführt.
5. Die vor ca. 4 Wochen entstandene Verschmutzung Ist auf das Befüllen des Hochbehälters durch Feuerwehrfahrzeuge zurückzuführen, nachdem die eigene Quelle nicht genügend Wasser gebracht hatte. Nachdem dieser Umstand dem Wasserwerk mltgetellt wurde, Ist sofort eine zusätzliche Reinigung des Hochbehälters vorgenommen worden. Danach sind keine sichtbaren Verschmutzungen mehr aufgetreten.
6. Zu der 1n der Presse aufgemachten Berichterstattung über Blelkonzentratlonen kann nunmehr zusammenfassend festgestellt werden:
1987, 1988 und 1989 wurde das Wasser 1n Reckenthal wie ln allen sonstigen Versorgungsbereichen auf Schadstoffe untersucht. Die Grenzwerte für Blei und für alle anderen Schadstoffe wurden ln Reckenthal wie ln den übrigen Gebieten weit unterschritten. Die Werte lagen bei weniger als 0,01 mgl.
Nach der Anzeige durch Herrn Kessler hat die Staatsanwaltschaft weitere Wasseruntersuchungen vornehmen lassen.
Ergebnis: Alle untersuchten Proben lagen unter dem Grenzwert.

