Akte 
Sitzung 27. Februar 1986
Entstehung
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Bürgermeister Dr. Possel-Dölken

diese Anregung aufzugreifen.

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Ratsmitglied Widner (SPD) erklärt, bei der frostigen Witterung würden viele Fahrgäste an der Bushaltestelle vor der "Villa Sonnenschein" ein "Dach über dem Kopf" vermissen. Hier gelte es, Überlegungen für eine Lösung anzustellen.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken weist darauf hin, bei der Bebauung des Grund­stückes neben der "Villa Sonnenschein" sei die Errichtung einer Unterstell­möglichkeit vorgesehen.

4. Auf eine Aussage von Ratsmitglied Schweizer (FWG) an ihn sei der Wunsch heran­getragen worden, im Baugebiet "Himmelfeld" einen zusätzlichen Briefkasten aufzustellen, erwidert Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, er werde diese Bitte an die Deutsche Bundespost weitergeben.

5. Ratsmitglied Elsner (SPD) regt an, neben der Durchforstung der Linde auf dem Kirchplatz solle diese Maßnahme auch bei der Linde in der Eichendorff­straße erfolgen.

6. Ratsmitglied Höhn (FWG) erklärt, er wolle den Ratsmitgliedern anhand von Zahlen einmal die Folgen von Beschlüssen des Stadtrates vor Augen fuhren.

Nach Einrichtung der Fußgängerzone seien in seinem Hotel im Vergleich des Jahres 1985 zu 1986 im Monat Januar die Übernachtungszahlen von 310 auf 58 und im Monat Februar von 340 auf 82 zurückgegangen.

Die Aussage, die Situation werde sich nach endgültiger Fertigstellung der Fußgängerzone wieder bessern, verhindere aber nicht, daß zum jetzigen Zeit­punkt enorme Einbußen zu verzeichnen seien. Es bestehe die Gefahr, daß die Beherbergungsbetriebe in der Fußgängerzone die sogenannten "besseren Zeiten" evtl, nicht mehr erreichen würden. Das Problem bestehe zum Teil darin, daß an beiden Zufahrten zu dem verkehrsberuhigten Bereich keine ausreichende Beschilderung auf die Existenz der Beherbergungsbetriebe hinweise. So fehle an der Einfahrt der Peterstorstraße sogar jeglicher Hinweis.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken weist auf Schwierigkeiten der Beschilderung "Zufahrt zu den Hotels frei" hin, da diese von vielen Autofahrern als Frei­brief angesehen werde, den Fußgängerbereich mit ihren Fahrzeugen zu befahren.

Ratsmitglied Höhn (FWG) stellt heraus, bei einem großen Teil der Gäste handele es sich um Laufkundschaft, die häufig ortsunkundig sei. Da an der Einfahrt der Peterstorstraße ein Hinweis auf die Hotels fehle, würden Ortsunkundige dem Verlauf der innerstädtischen Umgehungsstraße folgen und somit keine Kenntnis von den Betrieben im Fußgängerbereich erlangen.

Ratsmitglied Stock (CDU) führt aus, man solle im Stadtrat bereit sein, den Hintergrund der Aussagen von Ratsmitglied Höhn (FWG) zu verarbeiten und daraus Schlüsse zu ziehen. Die Ergebnisse, die Ratsmitglied Höhn (FWG) vorgestellt habe, seien im gesamten Bereich der Fußgängerzone festzustellen.

Ratsmitglied Stock (CDU) regt an, an der Ecke Peterstorstraße in geeigneter Weise einen Hinweis auf die drei Hotels im Fußgängerbereich anzubringen.

Die Stadt Montabaur habe eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Gewerbetrei­benden. Man dürfe nicht ein bestimmtes Gebilde installieren, das andere Existenzen vom Verkehr abschneide und dadurch gefährde. Die Geschäfte könnten nicht nur vom Ziel verkehr leben, sondern seien auch auf den Laufverkehr ange­wiesen. Er stehe* auf dem Standpunkt, von seiten der Stadt sollte etwa in Form eines Imageberichtes häufiger auf den Fortgang der Bauarbeiten hinge­wiesen und so der Bereich der Fußgängerzone für das Umland interessanter gemacht werden. Viele Leute hätten noch nicht wahrgenommen, daß große Teile des Fußgängerbereiches bereits fertiggestellt sind.

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