Anlage 1
Abschrift
Montabaur, den 25. Juni 1964 Betrifft: Zustand der Elisabethenstraße.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Mehr als 10 Jahre warten wir Anlieger der Elisabethenstraße auf eine Verbesserung der Straßendecke. Überall geschieht das, nur nicht in unserer Straße. Immer wieder wurde irgendein Vorwand gefunden und Jahr um Jahr verging!
Der jetzige Zustand der Straße ist
a) eine Verschandelung des Straßenstadtbildes für Fremde,
b) für die vielen Anlieger ein menschenunwürdiger Zustand, so ist es nicht auf dem ärmsten Dorf,
c) für die vielen Kraftfahrzeughalter in dieser Straße eine^ dauernde Schädigung ihrer Fahrzeuge ,
d) für die sonntäglichen Kirchenbesucher, die die verkehrsreiche Kirchstraße meiden, ein mit Schuhwerk kaum noch zu begehbarer Weg, usw., usw.
Es sei hier bemerkt, daß ein Großteil der Gewerbebetriebe von
Montabaur in dieser Straße ihre Fahrzeuge be- und entladen
müssen. Die Straße wird außergewöhnlich viel mit Kraftfahr
zeugen befahren.
Wir bitten jetzt dringend um sofortige Abhilfe . Es genügte der Auftrag einer Teerdecke, die wie in den letzten Tagen geschehen in der H Chestraße (mit kaum Anliegern) innerhalb eines halben Tages aufgetragen ist.
Den Anliegern der Hohestraße ist die Verbesserung wie jedem zu gönnen, aber wieviel dringender und wichtiger ist dagegen die Verbesserung der Straßendecke in der Elisabethenstraße.
Sollte unserem Anliegen jetzt immer noch nicht entsprochen werden, sind wir genötigt, der Staatsregierung von diesem Zustand evtl, mit Fotounterlagen Kenntnis zu geben. Wir haben uns jetzt lange genug hinhalten lassen.
Mit vorzüglicher Hochachtung!
gez. Wilhelm Wahl gez. S. Homann
gez. Weyers
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