spätestens am 1.9.l96o zu. beginnen.
Die Stadtverwaltung hat sofort die notwendigen Schritte unter = nommen, um diesen Termin einhalten zu. können.
Jnzwischen sind aber Umstände eingetreten, die die Verwaltung ver= anlaßten, mit dem Finanz-und Hauptausschuß am 4.8.1960 über eine anderweitige, weniger Kosten verursachende Lösung des Problems zu beraten. Durch die Bezirksregierung war die Verwaltung unterrichtet worden, daß das Gewerbeaufsichtsamt die feste Absicht habe, das Miet= Verhältnis in der alten Volksschule an der Koblenzer Straße auf = zugeben. Damit werden 3/4 des Obergeschosses und die Wohnung im Dachgeschoß frei.
Auch der Kreis, der den Parterrestock und 1/4 des 1.Stockes er = mietet hat, dürfte wohl kaum für alle Zeiten an einem Verbleiben in dem Gebäude interessiert sein.
Diese Überlegungen brachten die Verwaltung auf den Gedanken, ob es nicht zweckmäßiger sei, das ganze Haus sobald wie möglich frei zu machen und für Ersatzwohnungen umzubauen.
Nach Ansicht des Stadtbauamtes sind in dem Gebäude ohne weiteres 10 Wohnungen verschiedener Größe unterzubringen und zwar bei einem Kostenaufwand von rund 25 000 DM
Mit diesem Plan würde das Gebäude in der Koblenzer Straße zweck = mäßig verwertet und die Stadt würde erhebliche Kosten einsparen.
Auf der anderen Seite würde das Gelände an der Elgendorferstraße - 3 1/2 Morgen baureifes Land - für umfangreichere Wohnungs = Planungen frei.
Wenn es natürlich auch bedauerlich ist, dass der Notstand in der alten Stadtmühle und am Roßberg in diesem und auch im nächsten Jahre nicht behoben werden kann, so bittet die Verwaltung dennoch und zwar aus planmäßigen und finanziellen Erwägungen heraus, einer Verschiebung des Ersatzwohnungsbaues zuzustimmen.
Nach einigen Debatten einigt man sich vorerst dahingehend, daß nach erfolgtem Umbau die Familien in die Wohnungen eingewiesen werden, die für die Umgebung auch tragbar sind. Armut spielt hierbei keine Rolle, sondern nur Sauberkeit nach innen und außen.
Alsdann faßt der Stadtrat einstimmig folgenden Beschluß :
Der Verschiebung des geplanten Baues der Ersatzwohnungen wird zu= gestimmt, weil sich in der alten Volksschule an der Koblenzer Straße in absehbarer Zeit eine finanzielle und standortmäßig günstigere Lösung anbietet, das Schulgebäude als Bürohaus auf die Dauer kaum

