Montabaur, den 14. Dezember 1956
Niederschrift
über die konstituierende Stadtratsitzung am Donnerstag, den 13.12.1956
Anwesend waren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Robert Kraulich:
Oberschullehrer Josef Fehl Drogist Karl Morschheuser Bauingenieur Ernst August Burg Fräulein Margarethe Seepe Kaufmann Josef Weimer Landwirt Alois Eberz Verwaltungsangestellter Gerhard Mahn Betriebskaufmann Josef Rothbrust Verwaltungsangestellter Julius Decker Autoschlosser Franz Speier Kreisoberinspektor Emil Witte Bez.Schornsteinfegermeister Karl Intra Schreinermeister Georg Scheidt Kaufmann Franz Kraemer Verwaltungsangestellter Otto Franz Kaufmann Otto Kuntermann Kaufmann Wilhelm Rätz Kaufmann Walter Kunkler
Bundesbahnobersekretär i.R. Karl Harter%Twar durch Krankheit entschuldigt.
Herr Bürgermeister eröffnet um 17*^ Uhr die Sitzung. Er stellt zunächst fest, daß die Einladungen form- und fristgerecht ergangen und der Stadtrat beschlußfähig ist.
Den heute zum ersten Mal zusammentretenden Stadtrat begrüßt Herr Bürgermeister recht herzlich. Anschließend erklärt er wie folgt:
Der Wille der Bürger, hat Sie meine Damen und Herren, in diesen Rat berufen, damit hat Ihnen die Bürgerschaft den Auftrag gegeben, in den nächsten 4 Jahren zum Wohle unserer Stadt zu wirken.
Es ruht damit eine große Verantwortung auf jedem Ratsmitglied.
Das Ratsmitglied ist daher auch an keinen Auftrag einer Partei oder Berufsstandes gebunden, sondern einzig allein muß und darf nur das allgemeine Wohl Richtschnur seines Handelns sein.
In den kommenden 4 Jahren sind große und schwere Aufgaben zu lösen. Als vordringlichste Punkte werden hervorgehoben:
1. Beseitigung der Raumnot in der Volksschule
2. Schaffung von Wohnraum für kinhrreiche, sowie wirtschaftlich und sozial schwachgestellte Familien
3. Ausbau der Kanalisation und Kläranlage
4. Ausbau und Fertigstellung des Straßennetzes.
Mit diesen 4 Punkten ist das Arbeitsprogramm für die nächsten 4 Jahre bei weitem nicht erschöpft. Alle Arbeiten aufzuführen ist in dieser Stunde kaum möglich. Der Stadtrat kann jedoch daraus ersehen, daß er vor große und schwere Entscheidungen gestellt ist. Die Finanzlage der Stadt ist zwar geordnet, aber man kann sie in Anbetracht der großen Aufgaben doch nicht rosig nennen.
Unsere Einnahmequellen sind begrenzt und wir werden schon im
Stadtrat:
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