der Bau. eines neuen Gymnasiums wahrscheinlich nicht mehr in so weiter Ferne liege. Voraussetzung sei, dass das Gelände auf der Wolfchesbitz zur Verfügung stände. Es handele sich bei dem Gymnasialneubau um ein 2 l/2 Millionen Projekt. Die Schule solle nach modernsten Gesichts — punkten errichtet werden. Unter andermm ist vorgesehen eine Aula für ca. 600 Sitzplätze, eine Turnhalle und ein Sportplatz .
Bürgermeister wollte hier zunächst einen Ringtausch vor = nehmen. Er zog in Erwägung, dass der Kreis evtl, ein neues Behörden = haus baue, die Aufbauschule dann ins Seminar ziehe und in das jetzige
Gymnasium die staatl. Polizei komme. . r, ,
Frau Oberstudiendirektorin Bewerunge stand diesem nicht ab = lehnend gegenüber. Leider hat sich ergeben, dass das Behördenhaus für Aufbauschule zu klein ist. Eine Möglichkeit ist noch gegeben. Die Auf= bauschule verlegt ihre Schulklassen in das jetzige Gymnasium und das Jnternat verbleibt in der Gelbachstrasse.
Mit der evtl. Überlassung des Bauplatzes für das Gymnasium will Herr Bürgermeister dem Lahd den Vorschlag unterbreiten lassen, das Seminarwädchen und den Seminarplatz mit den anschliessenden Grundstücken gegen den Bauplatz in der Wöfchesbitz zu tauschen. Vielleicht wäre später noch zu erwägen die frühere Katharinenschule an das Land zu verkaufen. Von dem erlösten Kaufpreis könnte ein Grundstock für eine später zu erbauende neue Volksschule geschaffen werden, Als Bauplatz käme evtl, der Seminarplatz in Frage,
Sollten sich die Tauschmöglichkeiten nicht in die Tat umsetzen lassen, darf unter keinen Umständen daran das Projekt des Gymnasialneti^ baues scheitern.
An der Aussprache, an der sich alle Fraktionen beteiligen, wird i letzteres ausdrücklich betont. Einstimmig ist man dafür , dass Herr Bür= germeister auf der vorgeschlagenen Basis verhandelt.
Herr Bürgermeister weist wiederholt darauf hin, dass er seine AM führungen in der nichtöffentlichen Sitzung gibt und diese daher streng^ heim sind. Auf keinen Fall darf davon schon jetzt etwas in die öffents lichkeit gelangen.
Einstimmig beauftragt der Stadtrat den Bürgermeister die Verhau lungen zu führen. Herr Bürgermeister, der immer ein gutes Verhandlunga = ge schick gezeigt habe, werde auch hier das Beste herausholen.
f Jn der Angelegenheit Gymnasium,Aufbauschule u.Volh Punkt 5 schule musste nunmehr gehandelt werden.
Personalangelegenheit.
Stadtinspektor Anton Sack feierte am 1. Juni d. J. st: 4o jähriges Dienstjubiläum im Dienste der Stadt Montabaur. Herr Sack sich als gewissenhafter und pflichttreuer Beamter allgemeine Wert = schätzurg und Hochachtung erworben hat, wurde in einer kurzen Feier= stunde mit der gesamten Belegschaft am 31. Mai 1955 geehrt. Wie Herr Stadtinspektor Kunst , so erhielt auch er eine goldene Armbanduhr iB Anerkennung seiner Verdienste.
Nachträglich genehmigt der Stadtrat einstimmig, dass Herr Sack eine goldene Uhr mit Gravierung im Werte von 210,- DM erhielt.
Beigeordneter P e h 1 bittet dringend dafür Sorge zu tragen, dsl die Wand am Haus des Frl. Kätchen König,Biergasse, zugemauert wird. Frl. König kann unmöglich zugemutet werden , in einem solchen Haus zu wohnen. Herr Bürgermeister macht auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die dieserhalb noch vorhanden sind, in der Hauptsache der Bau einer Kläranlage. Die Gesundheitsbehörde isu vorerst noch zu hören.
Um 19 Uhr ist die Sitzung beendet.

