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Montabaur, den 2o. August 1955
Bericht über die Stadtratsitzung vom 19. August 1955.
Anwesend waren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Kraulich: die Beigeordneten: Pehl, Frank und Hannappel,
die Stadträte: Rothbrust, Seepe, Hartert, Weimer, Decker, Burg,
Intra, Altenhofen und Scheidt.
Entschuldigt fehlten die Stadträte: Rätz, Germann, Orth, Eberz,
Schmidt, Michel, Morschheuser und Euntermann.
Herr Bürgermeister eröffnet um 17,1o Uhr die Sitzung. Er stellt zunächst fest, daß form- und fristgerecht geladen und der Stadtrat beschlußfähig ist. Er begrüßt die anwesenden Herren vom Büro Gaul in Frankfurt/Main, Herrn Dipl.Ing. Rudolf Gaul und Herrn Ing. Edgar Gaul.
Bevor in die Tagesordnung eingetreten wird, bittet Herr Bürgermeister als Dringlichkeitsantrag drei weitere Punkte auf die Tagesordnung zu setzen und zwar:
a) Antrag des staatl. Forstamtes Betr. Zuschuß für die Revierbeamten.
b) Antrag der Frau ^itwe Schneckenburger auf zusätzliche Unterstüzung.
c) Grundstücksankauf am Himmelfeld von den Gebr. Johann und Josef Müller.
Einstimmig einverstanden.
Es folgt die öffentliche Sitzung.
Punkt 1
Beschlußfassung über die vorgeschlagenen Änderungen beim Bau der neuen Wasserversorgungsanlage.
Herr Bürgermeister gab einen Überblick über den derzeitigen Stand der neuen Wasserversorgungsanlage. Er erklärte, dass man nun Wasser genug habe für Generationen auch für 1o - 12ooo Einwohner und zur Versorgung einer nennenswerten Industrie. Den Wasserversuchen sei die Entwicklung der Technik zugute gekommen. Die geoeDektrischen Messungen durch Herrn Dipl.-Geologe Dr. Schenk haben zum Erfolg geführt. Hierauf erteilt der Bürgermeister Herrn Dipl.Ingenieur Gaul, Frankfurt/Main das Wort. Zuerst bedankt sich Herr Dipl.Ing.Gaul bei. dem Stadtrat und der Verwaltung über das grosse entgegengebrachte Verständnis und die Bereitstellung der erforderlichen Gelder zur Lösung der Wasserversorgungslage. Die viele Mühe und Arbeit haben sich gelohnt. Durch die geoelektrische Untersuchung sei man bedeutend schneller zum Ziel gelangt. Gaul gibt einen ausführlichen Bericht über die durchgeführten Bohrungen auf dem städt. Grundstück in der Gemarkung Horressen und in der Schneidmühl, die, da keine Aussicht auf Bündigkeit bestand, wieder eingestellt wurden. Er bat daher um Zuziehung eines Geologen, der ein Gerät besitzt und beherrscht, mit dem die geologische Schichtung des Untergrundes auf Grund von elektrischen Widerstandsmessungen zu beurteilen ist.Diese
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