Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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IV. Jahresabschluß der Stadtkasse für das R.J. 1926 zur Kenntnisnahme.
Wird vorerst an die Finanzkommission verwiesen.

V. Mitteilungen

a) Anforstung an der Koblenzer Straße.
Wird bis Herbst 1928, also zum Ablauf der Pachtzeit der in Frage kommenden städtischen Grundstücke, vertagt. Die im Haushaltsplan für diesen Zweck zur Verfügung stehenden 2.000,- RM Kulturkosten werden auf das folgende R. J. übertragen.
Herr Stadtv. Rademacher regt an, die Anforstung nicht an der Kobl. Straße sondern an dem Promenadenweg durchzuführen. Herr Magistratsschöffe Sahm tritt für Anforstung rechts der Kobl. Straße ein.

Außerhalb der Tagesordnung:
b) Arbeitsamt. Ein Protestschreiben ist an die maßgebenden Stellen zu leiten. Die Stadtverordneten-Versammlung nimmt mit Befremden davon Kenntnis, daß beabsichtigt ist, das für Montabaur zuständige Arbeitsamt in Limburg zu errichten, obwohl nach Mitteilung des Herrn Landeshauptmanns die Errichtung eines Arbeitsamtes in Montabaur gemeinsam für die Kreise Unterwesterwald, Oberwesterwald und Westerburg geplant war.
Die Kreisstadt Montabaur glaubt Anspruch auf die Zuweisung eines Arbeitsamtes zu haben. Der Kreis hat starke Industrie, die Stadt Montabaur die Lasten der Besatzung seit Ende 1918 getragen, wodurch die Wirtschaft nicht unwesentlich beinflußt wurde. Durch die Neuregelung der Lehrerbildung ging in Montabaur ferner das Lehrerseminar und die Präparandenanstalt ein. Vorstehende Gründe sollen u. u. angegeben werden. Im Übrigen soll der Protestschreiber vom Magistrat formuliert werden.