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Vorstehende Eingabe wurde zur Verlesung
gebracht. Es handelt sich darum, den hohen Fleisch-
preisen und den an die Viehhandelsverbände zu
zahlenden Prozenten entgegen zu treten, da letz-
tere doch schließlich vom Verbraucher zu tragen sind
und zudem eine Schädigung für das Metzger-
gewerbe bedeuten. Nach Möglichkeit sollen die
diesjährigen Kartoffel direkt von Erzeuger und
nicht durch die Kriegsgesellschaften bezogen
werden. Nach einer längeren Aussprache wurde
beschlossen, eine Resolution an den Herrn Minister
für Volksernährung und Landwirtschaft zu senden,
in welcher Magistrat und Stadtverordnetenver-
sammlung bitten, dahin zu wirken, daß die
Zwangswirtschaft insbesondere die Fleisch- und
Fettbewirtschaftung, soweit irgend möglich auf-
gehoben werden.
VI. f. Die Versammlung nimmt Kenntnis
von einem Protestschreiben der Anstreicher-
innung wegen Ausführung von Anstreicherarbeiten
seitens der Stadt durch Erwerbslose. Hierbei
wurde festgestellt, daß einerseits solche Arbeiten
den Handwerksmeistern übertragen werden sol-
len, anderseits aber die Stadt die Verpflichtung
habe, die Erwerbslosen zu beschäftigen. Da
andere Arbeit nicht zu verrichten war, und
zudem die Einbringer des Protestschreibens
die betr. Erwerbslosen bei Übertragung der
Arbeiten nicht beschäftigen konnten, weil mir
einer von ihnen eine abgeschlossene Lehrzeit
nachweisen kann, hält die Versammlung
das Vorgehen des Magistrats in dieser Hin-
sicht für richtig. Die Innung soll ent-
sprechend beschieden werden.
gebracht. Es handelt sich darum, den hohen Fleisch-
preisen und den an die Viehhandelsverbände zu
zahlenden Prozenten entgegen zu treten, da letz-
tere doch schließlich vom Verbraucher zu tragen sind
und zudem eine Schädigung für das Metzger-
gewerbe bedeuten. Nach Möglichkeit sollen die
diesjährigen Kartoffel direkt von Erzeuger und
nicht durch die Kriegsgesellschaften bezogen
werden. Nach einer längeren Aussprache wurde
beschlossen, eine Resolution an den Herrn Minister
für Volksernährung und Landwirtschaft zu senden,
in welcher Magistrat und Stadtverordnetenver-
sammlung bitten, dahin zu wirken, daß die
Zwangswirtschaft insbesondere die Fleisch- und
Fettbewirtschaftung, soweit irgend möglich auf-
gehoben werden.
VI. f. Die Versammlung nimmt Kenntnis
von einem Protestschreiben der Anstreicher-
innung wegen Ausführung von Anstreicherarbeiten
seitens der Stadt durch Erwerbslose. Hierbei
wurde festgestellt, daß einerseits solche Arbeiten
den Handwerksmeistern übertragen werden sol-
len, anderseits aber die Stadt die Verpflichtung
habe, die Erwerbslosen zu beschäftigen. Da
andere Arbeit nicht zu verrichten war, und
zudem die Einbringer des Protestschreibens
die betr. Erwerbslosen bei Übertragung der
Arbeiten nicht beschäftigen konnten, weil mir
einer von ihnen eine abgeschlossene Lehrzeit
nachweisen kann, hält die Versammlung
das Vorgehen des Magistrats in dieser Hin-
sicht für richtig. Die Innung soll ent-
sprechend beschieden werden.

