Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1915-1919
Entstehung
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VIII. Rechnungsvoranschlag 1918
Der vom Magistrat aufgestellte und in Gemeinschaft der Finanzkommission durchberatene Rechnungsvoranschlag für 1918 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit je 731.360 Mark. Zur Deckung des Fehlbetrags werden die Erhebung von 150% der Gemeindeeinkommensteuer, 120% der Betriebssteuer und 180% der Realsteuern (Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer) in Vorschlag gebracht.
Fingierte Einkommenssteuersätze bis zu 1,20 M einschließlich bleiben gemeindesteuerfrei.
Herr Bürgermeister Reis bringt die hauptsächlichsten Änderungen gegen den letzten Voranschlag zur Kenntnis.
Nach kurzer Aussprache genehmigt die Versammlung einstimmig den Rechnungsvoranschlag in der aufgestellten Höhe, sowie die Erhebung der in Vorschlag gebrachten Steuersätze.
Hiermit war die Tagesordnung erledigt.

Anschließend hieran beantragt der Magistratsschöffe Dr. Wentrup die Dringlichkeit für eine geheime Sitzung, welche genehmigt wird. Hierauf bringt Herr Dr. Wentrup zur Kenntnis, daß demnächst zwecks Aufhebung der Gemeinschaft eine Zwangsversteigerung von Grundstücken an der Coblenzer Straße stattfindet, welches er als gutes Kaufobject für die Stadt bezeichnet. Im Verlaufe der hierzu stattfindenden Aussprache regt Herr Vors. Prof. Maßfeller auch den Ankauf des Platzes zwischen dem Wohnhause des Pfarrers Glaßner und der Löwenburg an der Coblenzer Straße an und befürwortet den Erwerb von Grundstücken als beste Kapitalanlage.