76
Anschließend hieran bringt Herr Bürgermeister Reis als Einspruch gegen die Antwort des Präsidenten Wilson auf die päpstliche Friedensnote den Erlaß folgender Kundgebung in Vorschlag:
„Die städtischen Körperschaften der Stadt Montabaur benutzen die erste Gelegenheit ihres Zusammentritts, um laut und kräftig Verwahrung einzulegen gegen den niederträchtigen Versuch des Präsidenten der Vereinigten Staaten Nordamerikas, zwischen dem deutschen Volke und seinem Kaiser Mißtrauen und Feindschaft zu stiften.
In unerschütterlichem Vertrauen auf die glückliche Führung der Geschicke unseres geliebten Vaterlandes durch unseren Hohenzollernkaiser wollen wir in zäher Ausdauer trotz aller Opfer und Entbehrungen durchhalten und auch in der Heimat weiterringen, bis die Zukunft unseres Vaterlandes gesichert ist.
Wilsons plumper Einmischungsversuch wird Siegeszuversicht und Wagemut immens stärken. Mit erprobtem Siegeswillen gehen wir heran an die Zeichnung zur 7. Kriegsanleihe und verhelfen ihr zu einem glänzenden Erfolg.“
Die Versammlung stimmt dem Erlaß dieser Kundgebung einstimmig zu und erklärt sich dem Vorschlag des Magistrats entsprechend mit der Zeichnung von 22.300 Mk für die 7. Kriegsanleihe einstimmig einverstanden. Die einschließlich dieses Beitrags seitens der Stadt Montabaur bisher gezeichneten Kriegsanleihen betragen zusammen 176.000 Mark.
„Die städtischen Körperschaften der Stadt Montabaur benutzen die erste Gelegenheit ihres Zusammentritts, um laut und kräftig Verwahrung einzulegen gegen den niederträchtigen Versuch des Präsidenten der Vereinigten Staaten Nordamerikas, zwischen dem deutschen Volke und seinem Kaiser Mißtrauen und Feindschaft zu stiften.
In unerschütterlichem Vertrauen auf die glückliche Führung der Geschicke unseres geliebten Vaterlandes durch unseren Hohenzollernkaiser wollen wir in zäher Ausdauer trotz aller Opfer und Entbehrungen durchhalten und auch in der Heimat weiterringen, bis die Zukunft unseres Vaterlandes gesichert ist.
Wilsons plumper Einmischungsversuch wird Siegeszuversicht und Wagemut immens stärken. Mit erprobtem Siegeswillen gehen wir heran an die Zeichnung zur 7. Kriegsanleihe und verhelfen ihr zu einem glänzenden Erfolg.“
Die Versammlung stimmt dem Erlaß dieser Kundgebung einstimmig zu und erklärt sich dem Vorschlag des Magistrats entsprechend mit der Zeichnung von 22.300 Mk für die 7. Kriegsanleihe einstimmig einverstanden. Die einschließlich dieses Beitrags seitens der Stadt Montabaur bisher gezeichneten Kriegsanleihen betragen zusammen 176.000 Mark.

