Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1893-1904
Entstehung
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Das Feldgericht taxiert den Wert des in Rede stehenden Terrains
zu 5 M. pro Rute.
Der Magistrat hat beschlossen 10 M. pro Rute, - das Doppelte
der feldgerichtlichen Taxe, als Gebot einzulegen.
Herr Knögel beantragt Abstimmung darüber, ob das Gelände
„Im Thiergarten“ angekauft werden solle, oder nicht.
Herr Hisgen hält den Preis von 10 M pro Rute zwar nicht zu hoch,
betont aber, daß es sich zunächst darum handle, ob es notwen-
dig und auch vortheilhaft für die Stadt Montabaur sei, das
Gelände zu erwerben.
Man könne nicht wissen ob das Terrain bebaut würde, die
Stadt könne sich nicht darauf einlassen und er sei nicht
für den Ankauf.
Herr Dr. Düttmann erklärt, daß nach seiner Ansicht der ganze
Komplex für Bauterrain = Null sei und ersucht um Ab-
lehnung des Ankaufs.
Herr Magistratsschöffe Müller ersucht um Annahme des
Magistratsbeschlusses, da die Gegend nach der Eisenbahn
Zukunft habe.
Herr Briel nimmt Bezug auf den vorjährigen Beschluß und
ersucht, nicht ohne Weiteres abzulehnen, vielmehr dem
Beschluß des Magistrats zuzustimmen.
Ein Gebot von 10 M. würde doch nicht genehmigt und
wenn doch, so wäre sei dies kein Schaden für Montabaur.
Herr Dr. Düttmann äußert, daß der vorjährige Beschluß für heute doch wohl nicht mehr bindend sei; ein Angebot von 10 M. pro Rute
betrachte er auch als reine Form, da ihm z. Zt. 100 M.
pro Rute gefordert worden seien.